GEMEINSAME WIRKLICHKEIT

Relationale Intelligenz als neue Sicht auf KI

Ein Buch über Wahrnehmung, Verantwortung und Orientierung in einer Welt, die sich unserer Kontrolle entzieht. Ab sofort im Buchhandel:

DER AUSGANGSPUNKT

Wir leben in einer Zeit zunehmender Fragilität

Entscheidungen müssen schneller getroffen werden, während ihre Folgen immer schwerer abschätzbar sind. Strategien verlieren im Alltag an Halt, Abstimmungen verlaufen nebeneinander statt miteinander, und viele Menschen erleben ihre Arbeit als dauerhaftes Reagieren.

Organisationen stehen unter Druck, handlungsfähig zu bleiben, während sich ihre innere Wirklichkeit fragmentiert. Unterschiedliche Perspektiven, Erwartungen und Deutungen existieren gleichzeitig – oft ohne gemeinsame Orientierung.

In genau diesen sozialen Systemen – Unternehmen, Institutionen, Netzwerken – wird Künstliche Intelligenz eingeführt und verstärkt die bestehende Dynamik.

Die Perspektive dieses Buches

Gemeinsame Wirklichkeit richtet den Blick auf das, was zwischen Menschen, Organisationen und KI entsteht

Auf Kommunikationsmuster,
auf Abstimmungsprozesse,
auf geteilte – und widersprüchliche – Sinnräume.

In diesen Zwischenräumen entscheidet sich,
ob Zusammenarbeit tragfähig wird,
ob KI Orientierung ermöglicht
oder zusätzliche Unschärfe erzeugt.

Relationale Intelligenz beschreibt die Fähigkeit,
diese Beziehungsräume wahrzunehmen,
sie auszuhalten
und unter Bedingungen von Unsicherheit gestaltbar zu halten.

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DIE ZENTRALE FRAGE

Die entscheidende Herausforderung unserer Zeit liegt nicht in der Rückgewinnung von Kontrolle

Sie liegt in der Frage:

Wie übernehmen Menschen Verantwortung in Organisationen, die von Dynamik, Fragmentierung und emergenten Wirkungen geprägt sind – während KI Wahrnehmung, Entscheidungen und Deutungsangebote zunehmend beeinflusst?

DREI WAHRNEHMUNGSINSTANZEN

Gemeinsame Wirklichkeit entsteht im Zusammenspiel unterschiedlicher Formen von Wahrnehmung

Der Mensch

Der Mensch ist eine biologisch entwickelte Wahrnehmungsinstanz. Hochgradig rekursiv, körperlich eingebettet, emotional und erinnernd.

Er verknüpft Wahrnehmung mit Bedeutung, antizipiert Zukünftiges und trifft Entscheidungen unter Unsicherheit.

Bewusstsein bindet Wahrnehmung an Verantwortung.

Organisationen

Organisationen verfügen über eine eigene Wahrnehmungsfunktion.

Sie stabilisieren sich durch Abgrenzung, durch Rollen, Routinen, Regeln und Narrative. Sie entscheiden, was relevant erscheint und was unbeachtet bleibt.

Diese Wahrnehmung schafft Anschlussfähigkeit und begrenzt zugleich die Vielfalt sichtbarer Perspektiven.

Künstliche Intelligenz

KI nimmt die Welt statistisch wahr.

Sie erkennt Muster in Daten, verdichtet Wahrscheinlichkeiten und erzeugt Deutungsangebote auf dieser Grundlage.

In der Interaktion über natürliche Sprache entsteht Nähe, während ihre Wahrnehmung auf rechnerischer Verdichtung beruht.

DIE PRODUKTIVEN SPANNUNGEN DIESER ZEIT

Menschen, Organisationen und KI erzeugen gemeinsam Wirklichkeit

Ohne eindeutige Hierarchie.
Ohne vollständige Übersetzbarkeit.
Ohne zentrale Steuerung.

Daraus entstehen Spannungen:
  • zwischen Orientierung und Emergenz
  • zwischen individueller Verantwortung und organisationalen Logiken
  • zwischen menschlicher Sinnbildung und statistischer Verdichtung
  • zwischen Entscheidungsdruck und begrenzter Übersicht

Diese Spannungen sind kein Mangelzustand. Sie sind der Raum, in dem Entwicklung möglich wird.

Relationale Intelligenz bedeutet, Spannungen bewusst zu halten und handlungsfähig in ihnen zu bleiben.

Dort, wo Kontrolle endet, beginnt verantwortete Gestaltung.

DAS BUCH VON TIM A. BOHLEN

Gemeinsame Wirklichkeit

Für wen dieses Buch geschrieben ist


Dieses Buch richtet sich an Menschen,

  • die Verantwortung tragen, ohne sich auf Kontrolle verlassen zu können
  • die mit KI arbeiten oder arbeiten sollen und Orientierung suchen
  • die Fragmentierung, Zielkonflikte und Unsicherheit gestalten
  • die Zusammenarbeit, Abstimmung und Sinnbildung als Führungsaufgabe begreifen

Insbesondere für:

  • Geschäftsführer:innen und Vorstände
  • Führungskräfte in Transformation und Digitalisierung
  • Change-Manager:innen und Transformationsverantwortliche
  • Unternehmensberater:innen im Kontext Organisation und Wandel
  • Agenturen und Dienstleister, die KI wirksam in Organisationen verankern

Was dieses Buch leistet


Dieses Buch entwickelt tragfähige Denkrahmen für den Umgang mit KI unter Bedingungen von Unsicherheit.

Es verbindet anthropologische, systemtheoretische und wahrnehmungswissenschaftliche Perspektiven.

Es macht emergente Dynamiken beschreibbar und zeigt, wie gemeinsame Orientierung entstehen kann.

Es verortet Verantwortung dort, wo Entscheidungen getroffen und Bedeutungen zugeschrieben werden.

Es eröffnet Wege, Ko-Kognition zwischen Mensch und KI anschlussfähig zu gestalten.

Stimmen zum Buch

„In einer Welt, in der Maschinen mitdenken, genügt technisches Wissen (allein) nicht mehr. Dieses Buch lädt zu einem Paradigmenwechsel ein: weg von Kontrolle und Optimierung, hin zu relationaler Intelligenz, geteilter Verantwortung und einer neu verstandenen Wirklichkeit.“

Prof. Dr. Vanessa Just

Professorin FOM Wirtschaftsinformatik, Stellv. Geschäftsführerin Bundesverband der Unternehmen der Künstlichen Intelligenz in Deutschland e.V., Gründerin und Geschäftsführerin juS.TECH GmbH

„Wir leben in einer Zeit, in der fast alles verfügbar ist: Informationen, Einschätzungen und Prognosen. Künstliche Intelligenz liefert uns Antworten in Sekunden, überall und zu jeder Zeit. Und doch wächst das Gefühl, dass Orientierung schwieriger wird, denn Informationen allein schaffen noch kein Verständnis. Bedeutung entsteht erst dort, wo Menschen Dinge gemeinsam einordnen, Verantwortung übernehmen und Zusammenhänge sehen. „Gemeinsame Wirklichkeit – Relationale Intelligenz als neue Sicht auf KI“ lädt dazu ein, unseren Blick auf Technologie, Gesellschaft und den Menschen neu zu justieren. KI erscheint hier nicht als Bedrohung und nicht als Heilsversprechen, sondern als Teil eines Beziehungsgeflechts aus Menschen, Gemeinschaft und sozialen Systemen. Das Buch zeigt, warum Zukunftsfähigkeit weniger mit Technik zu tun hat als mit unserer Fähigkeit, Beziehungen zu gestalten. Ein ruhiger, kluger Impuls für alle, die in bewegten Zeiten Orientierung suchen – und Zukunft gemeinsam denken wollen.“

Prof. Dr. Ulrich Reinhardt

Professor für Empirische Zukunftsforschung, Wissenschaftlicher Leiter der „Stiftung für Zukunftsfragen – eine Initiative von BAT

„Wir leben in einer Zeit maximaler Information – und minimaler Orientierung. Künstliche Intelligenz verstärkt diese Dynamik. Sie liefert plausible Antworten, erkennt Muster und beeinflusst Entscheidungen. Doch wer trägt die Verantwortung? Dieses Buch argumentiert: Intelligenz ist heute kein individuelles Merkmal mehr. Sie entsteht im Zusammenspiel von Mensch, sozialen Systemen und KI. Mit dem Konzept der Relationalen Intelligenz bietet das Buch einen klaren Denkrahmen für verantwortungsvolles Handeln in komplexen Kontexten. Es verbindet Systemdenken, Wahrnehmungspsychologie und KI. Es zeigt, warum Tiefe wichtiger ist als Geschwindigkeit. Ein Buch für Menschen, die nicht effizienter reagieren wollen, sondern besser entscheiden.“

Dr. Philipp Baaske

Vizepräsident für Entrepreneurship, LMU München, Executive Chairman, NanoTemper Technologies

ÜBER DEN AUTOR

Tim A. Bohlen

Tim A. Bohlen arbeitet an der Schnittstelle von Führung, Organisation und Künstlicher Intelligenz.

Er begleitet Organisationen in Situationen, in denen klassische Steuerungslogiken an ihre Grenzen stoßen und neue Formen von Orientierung erforderlich werden.

Als Mitglied im KI Bundesverband liegt sein Schwerpunkt auf Relationaler Intelligenz, Ko-Kognition und der verantwortbaren Gestaltung von Beziehungen zwischen Menschen, Organisationen und KI.

Gemeinsame Wirklichkeit entsteht durch Wahrnehmung, durch Abstimmung und durch verantwortetes Handeln. Dieses Buch setzt dort an.